17.April, 2019

Verschuldung im Erwachsenenalter vermeiden

Finanzbildungsbus tourt durch Österreich

Ein neues Bildungsangebot in Form eines Busses will SchülerInnen Themen aus der Finanzwelt näher bringen – der sogenannte ‚FLiP2Go‘-Bus der österreichischen Sparkassen und Erste Banken tourt seit Anfang April durch die Bundesländer und richtet sich mit seinem Angebot vor allem an Schulen. Der Bus stellt eine Erweiterung des Financial Life Parks (FLiP) der Erste Group dar, der vor drei Jahren am Erste Campus in Wien eröffnet wurde und sich ebenfalls Finanzbildung zur Aufgabe gemacht hat. Mithilfe des Busses soll das Bildungsangebot nun auch für Interessierte aus den Bundesländern zugänglich gemacht werden. Durch insgesamt sieben interaktive Spiele, die im Bus gespielt werden können, soll Kindern ab zehn Jahren Wissen für ein gesundes Geldleben vermittelt werden. Die dahinterstehende Idee der Initiatoren des Busses ist, dass Heranwachsende allein durch die Auseinandersetzung mit der Finanzwelt sowie ihrer Funktionsweise ein besseres Verständnis für diese entwickeln und so vor Verschuldung gefeit sind. Philip List, Leiter des FLiP, sieht die Einsatzgebiete des Bildungsbusses österreichweit an allen Wochentagen vor Schulen und an öffentlichen Plätzen:

„Der Bus wird zirka 250 Tage im Jahr in den Bundesländern unterwegs sein. Im Bus selbst gibt es sieben Spielstationen, also es gibt sogar zwei mehr als hier im stationären FLiP. Diese zwei mehr ist erstens der sogenannte ‚Job-O-Mat‘. Die Kinder und Jugendlichen können da erstmal ihre Skills eingeben, bekommen dann ein Angebot an Jobs und sehen dann was die Einstiegsgehälter für diese Jobs sind und welche Ausbildungsschritte man dafür benötigt. Das sind Fragen, die wir hier [im FLiP] immer wieder hören. Auch neu ist zweitens das Spiel ‚MarktHandel‘, in dem man in die Rolle eines Gemüsehändlers schlüpft. Man muss am Großmarkt Gemüse einkaufen, dieses bepreisen und es am Markt wieder verkaufen. Hier sieht man also nicht nur wie Angebot, Nachfrage und das Preissetting funktionieren, sondern man lernt auch, wenn man Wucherpreise hat, dass einem nichts mehr abgekauft wird. Ebenfalls neu ist ein Thema in dem Spiel ‚GeldLabyrinth‘ – da erklären wir ganz einfach wie Geld entsteht, das wissen die Allerwenigsten. Da lade ich alle herzlich dazu ein, sich das im Bus einmal anzuhören.“

Im Doppeldeckerbus spielerisch vermittelt werden etwa Wissen um Produktionsketten in verschiedenen Ländern, Finanzbegriffe wie Inflation oder Anleihen sowie Kenntnisse um eine monatliche Budgetplanung. Mittels Touchscreens können Kinder von 10 bis 14 Jahren, beziehungsweise ab 15 Jahren die Spielstationen in zwei Schwierigkeitsstufen direkt im Bus durchlaufen. Eine gesamte Spielrunde dauert zirka hundert Minuten, der Bus bietet Platz für 32 Spielende und ist auf der unteren Ebene barrierefrei. Philip List betont die wissenschaftliche Basis der vermittelten Inhalte:

„Von den Zielgruppen her sind wir ähnlich wie hier im stationären FLiP: Wir beginnen ab zehn Jahren und haben zwei unterschiedliche Komplexitätsgrade. Also angesprochen sind Kinder von zehn bis zirka 14 Jahren und dann jene ab 14 Jahren Plus. Sämtliche Inhalte, die wir im Bus kommunizieren, sind durch unseren wissenschaftlichen Beirat gelaufen und freigegeben, dem Christopf Badelt, der Leiter des WIFO, vorsitzt. Letzte Woche hat das unser Beirat einmal durchgespielt und war ganz zufrieden ob der Leichtigkeit, mit der wir diese Inhalte kommunizieren können.“

Die Lehrinhalte für den FLiP2Go-Bus wurden vom FLiP in Wien entwickelt und sind laut den Verantwortlichen frei von jeglicher Produktwerbung. Für Peter Bosek, Vorstand der Erste Group, erfüllen FLiP und der zugehörige Bus einen Teil der Gründungsidee der Sparkasse, finanzielle Unabhängigkeit und damit den Wohlstand aller Menschen zu schaffen. Er sieht das Bildungsangebot als komplementär zur Schulbildung an:

„Natürlich wäre es aus unserer Sicht wünschenswert, wenn das Thema Finanzbildung noch mehr im Unterricht Platz hätte. Aber nur weil man immer darauf wartet und sich etwas wünscht, heißt das nicht, dass das auch passiert. Wir haben uns schon vor Langem dazu entschlossen, jetzt einfach etwas zu tun. Natürlich sind wir extrem offen für jegliche Kooperationen mit der öffentlichen Hand, insbesondere mit Schulen. Aber wir sehen das [Thema Finanzbildung] schon auch als unsere Aufgabe an. Und weil es unsere Aufgabe ist, wollen wir uns nicht damit zufrieden geben, uns zu beklagen, dass die Schulen zu wenig in diese Richtung machen, sondern wir machen einfach etwas. Ich glaube, das ist auch der viel bessere Weg.“

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O-TÖNE

Philip List, Leiter FLIP

Was bietet der FLiP2Go-Bus?

Philip List, Leiter FLIP

An wen richtet sich das Programm und woher stammen die Inhalte?

Philip List, Leiter FLIP

Wie viele BesucherInnen konnten bisher im FLiP verzeichnet werden?

Peter Bosek, Vorstand Erste Group

Was ist die Idee dahinter?

Peter Bosek, Vorstand Erste Group

Was wünschen Sie sich hinsichtlich Finanzbildung?

Philip List, Leiter FLIP

Was soll mit dem Programm erreicht werden?

TWITTER KURZINFO

Seit April tourt der "FLiP2Go"-Bus durch Österreich, um Kindern und Jugendlichen einen gesunden Umgang mit Geld zu vermitteln. Die SchülerInnen lernen auf sieben Spielstationen. Alles über diese Idee und wo sich Schulen bewerben können auf DIEGANZE.INFO

Gesprächspartner

Peter Bosek, Vorstand Erste Group

Philip List, Leiter FLIP

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Quelle

Erste Bank
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Belvedere 1
1100 Wien

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